Skip to main content Scroll Top
Elise-Averdieck-Straße 17, 27356 Rotenburg (Wümme)

Rotenburg setzt ein Zeichen: Deutschlands erste Margot-Käßmann-Schule

Frau im roten Mantel steht vor dem Schulschild der Margot Käßmann Schule (Diakonie Rotenburg).

Margot-Käßmann-Schule offiziell vorgestellt

Gestern (14.01.2026) war in Rotenburg (Wümme) ein Moment, der über den Schulalltag hinausweist: Die berufsbildenden Schulen der Diakonie Rotenburg tragen ab sofort den Namen Margot-Käßmann-Schule – als erste Schule in Deutschland, die nach der ehemaligen hannoverschen Landesbischöfin und früheren Ratsvorsitzenden der EKD benannt ist.

Der neue Name ist mehr als eine formale Umbenennung. Er ist ein öffentlich sichtbares Zeichen dafür, wie sehr unsere Region auf Menschen angewiesen ist, die Verantwortung übernehmen – in Pflege, Pädagogik und sozialen Arbeitsfeldern. Genau dort bildet die Schule seit Jahren junge Menschen aus und stärkt Berufe, die das Gemeinwesen tragen.

Festakt in der Schule: Schildenthüllung und ein klarer Auftrag

Beim Festakt enthüllte Dr. Margot Käßmann gemeinsam mit den Schülervertreterinnen Mala Leneweit und Eileen Schröder das neue Schild der Schule. Künftig wird sie das Schulleben als Schirmherrin mitprägen – durch Gottesdienste, Workshops und weitere fachliche Impulse.

In Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern machte sie deutlich, wie wichtig gesellschaftliches Engagement im sozialen Bereich ist – gerade, weil es in aktuellen Debatten häufig zu wenig Beachtung findet.

Dr. Margot Käßmann spricht am Rednerpult beim Festakt der Margot-Käßmann-Schule.
© Lennart Usbeck, Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg

„Bildung ist mehr als Intellekt“: Herzensbildung, Würde, Zusammenhalt

Besonders eindrücklich waren die Impulse zur Herzensbildung: Bildung, so Dr. Käßmann, sei nicht nur Wissensvermittlung, sondern umfasse Haltung, Werte und die Fähigkeit, dem Gegenüber Würde zuzusprechen. Dazu passte ihr Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt: Nicht die Lautstärke öffentlicher Debatten entscheidet am Ende – sondern das „soziale Gewebe“, das Menschen im Alltag miteinander knüpfen.

Ebenfalls bemerkenswert: In einer Videobotschaft gratulierte Vizekanzler Lars Klingbeil und dankte Dr. Käßmann für ihr Engagement – verbunden mit der Botschaft, dass ihr Einsatz auch andere ermutigen werde, in sozialen Fragen Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen.

Publikum beim Festakt zur Umbenennung in Margot-Käßmann-Schule in Rotenburg (Wümme).
© Klaus Brünjes, Rotenburger Werke; Abgebildete Personen (im Fokus, v. l.): Dr. Margot Käßmann, Astrid Wallbaum, Lars Wißmann

Warum dieser Name: Vorbild für Haltung, ermutigend im Alltag

Die Namenswahl ist das Ergebnis eines intensiven Beratungs- und Abstimmungsprozesses, an dem auch Schüler*innen und Lehrkräfte beteiligt waren. Hervorgehoben wurden Dr. Käßmanns Fähigkeit, Entwicklungsprozesse und Diskurse anzustoßen, ihre Bereitschaft, Haltung zu beziehen, sowie ihre Art, christliche Werte ermutigend in Alltagssituationen einzubringen.

Auch das neue Logo greift diesen Anspruch auf: Es verbindet die Initialen der Namensgeberin, das Kronenkreuz der Diakonie und drei Farben als Zeichen der drei Trägereinrichtungen.

Dr. Margot Käßmann vor Roll-ups mit Ausbildungsangeboten der Margot-Käßmann-Schule.
© Lennart Usbeck, Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg

Die Margot-Käßmann-Schule: fünf Gesundheits- und Sozialberufe, starke Region

Die Schule ist 2024 aus den berufsbildenden Schulen des Diakonissen-Mutterhauses, der Rotenburger Werke und des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg entstanden. Heute absolvieren hier fast 600 Schülerinnen und SchülerAusbildungen in fünf Gesundheits- und Sozialberufen – darunter sozialpädagogische Assistenz, Heilerziehungspflege, Pflegefachkraft, Pflegeassistenz und Erzieher*in.

Seit über 100 Jahren prägen die Berufsbildenden Schulen der Diakonie Rotenburg die Bildungslandschaft in der Region – mit einem Einzugsgebiet in ganz Nordniedersachsen und zahlreichen Kooperationspartnern. Das Profil: moderne Unterrichtskonzepte, kleine Lerngruppen, persönliche Ansprechpartner – ergänzt durch Schulgottesdienste, Projekte und Exkursionen.

Getragen von drei diakonischen Partnern – gemeinsam verantwortlich

Getragen wird die Schule von drei starken Partnern in Rotenburg: den Rotenburger Werken, dem Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg (Wümme) e.V. und dem Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg. Diese enge Verbindung schafft Praxisnähe und Perspektiven – unter anderem durch eine Hochschulkooperation, die Anschlussmöglichkeiten in ein verkürztes Studium „Soziale Arbeit“ eröffnet.

Gruppenfoto beim Festakt der Margot-Käßmann-Schule mit Verantwortlichen und Dr. Margot Käßmann.
© Neele Martens, Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg; Abgebildete Personen (v. l.): Thorsten Tillner, Lars Wißmann, Astrid Wallbaum, Margot Käßmann, Matthias Richter, Daniel Müller
Translate »