Rotenburg (Wümme), 14. Januar 2026.
Nach drei intensiven Jahren endet das Projekt „mitten:drin – Anlaufstelle für Frauen mit Fluchterfahrung“ in der Rotenburger Innenstadt. Mitten:drin war in dieser Zeit ein verlässlicher Ort zum Ankommen: zum Deutschsprechen im Alltag, zum Austauschen, für Beratung und für neue Kontakte – niedrigschwellig, zugewandt und mitten in der Stadt.
Ein Ort, der Beziehungen möglich machte
Was mitten:drin besonders getragen hat, waren die Begegnungen: Sprachcafés, kreative und bewegungsorientierte Angebote, Empowerment-Workshops und Gesprächsrunden – oft begleitet von Ehrenamtlichen. Dazu kam die individuelle Unterstützung bei Alltagsfragen, im Umgang mit Behörden und beim Entwickeln persönlicher und beruflicher Perspektiven.

Warum das Projekt endet
Getragen wurde mitten:drin vom Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg (Wümme) – mit einem hohen finanziellen Eigenanteil und intensiven Bemühungen um eine Anschlussfinanzierung. Dennoch kann das Projekt nicht weitergeführt werden.
Matthias Richter, Vorstand des Diakonissen-Mutterhauses, bringt die Situation auf den Punkt: Man blicke „mit großem Respekt auf das Erreichte“ – und bedauere zugleich sehr, dass mitten:drin nun endet.
Übergänge sichern: Unterstützung in den letzten Wochen
In den verbleibenden Wochen liegt der Schwerpunkt darauf, die angebundenen Frauen nicht allein zu lassen: Gemeinsam werden andere verlässliche Anlaufstellen und Ansprechpersonen im Landkreis gesucht, damit Unterstützung auch künftig erreichbar bleibt – z. B. bei Briefen und Anträgen, bei Themen rund um Kinder, Sprache, Ausbildung oder Arbeit.

Einladung zur Abschiedsfeier
Zum Abschluss laden die Projektverantwortlichen herzlich zur öffentlichen Abschiedsfeier am 27. Januar 2026 um 10.00 Uhr in den Räumen von mitten:drin in der Rotenburger Innenstadt ein. Willkommen sind Teilnehmende, Netzwerkpartner:innen, Ehrenamtliche sowie Bürger:innen aus Stadt und Landkreis.

