Elise-Averdieck-Straße 17, 27356 Rotenburg (Wümme)
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Ein Jahresrückblick des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe – 2020

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben ihren Wert geben.“ – Wilhelm von Humboldt

Dieses außergewöhnliche Jahr war und ist für uns alle eine Herausforderung.

Die Corona-Pandemie hat unsere Gesellschaft verändert, fast alle Bereiche des Lebens sind durch entsprechende Maßnahmen und Einschränkungen betroffen – so auch das Engagement in der Flüchtlingshilfe.

Das bedeutet immer wieder beschränkter Kontakt untereinander und somit auch zu unseren mehrheimischen Mitbürgern. Viele Projekte und Treffen können nicht mehr stattfinden – doch gemeinsam haben wir kreativ auf die neuen Umstände reagiert.

Deutschvermittlung fand in kleineren Gruppen oder per WhatsApp Videochat statt. Die Holzbänke für die NORDPFADE wurden draußen vor der Holzwerkstatt auf dem Campus gefertigt und die erste Bank konnte im Sommer am Unterstedter Wehr aufgestellt werden.

Die Kultur Küche kam im Psalmgarten des Mutterhauses zu einem Picknick zusammen. Fahrräder konnten nach telefonischer Absprache für dringende Anliegen in der Fahrradwerkstatt repariert werden. Unsere mehrheimischen Mitbürger haben zum Schutz für unsere Ehrenamtlichen, Gesichtsmasken genäht. Wir haben Spenden für die Flüchtlingsunterkunft am Campus organisiert. In den Sommerferien sind wir per Rad mit einigen Kindern zum Bullensee und zum Hartmannshof gefahren und hatten einen fröhlichen Tag im Magic Park in Verden. Das Projekt „Frauen lernen Fahrrad fahren“ konnte mit finanzieller Unterstützung, Lernräder verkehrssicherer und übungsfreundlicher (Rückspiegel) ausstatten.

Einigen Ehrenamtlichen in Rotenburg, wurde von der Stadt ROW für besondere Verdienste sozial engagierter Menschen, ein Ehrenpreis verliehen. So wurden auch Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe mit dem „Stillen Star Preis“ ausgezeichnet. Bewerbungen für Praktika, Ausbildungsplätze und Jobs wurden auf den Weg gebracht und zum Teil auch erfolgreich vermittelt. Wohnungen wurde gesucht und gefunden – Umzüge organisiert. Unsere mehrheimischen Mitbürger haben wir trotz Corona unterstützen können – wenn auch nicht in gewohnter Form. Wir sind aber in Kontakt, wenn auch häufiger virtuell. Aber wir hören und sehen uns und sind füreinander da.

Projekte wie das Café Campus, Veranstaltungen wie das Sommerfest oder der Tag des Ehrenamtes, Austauschtreffen, Super Visionen, konnten leider dieses Jahr nicht stattfinden.

Aber zu Beginn des Jahres konnten wir in Müller´s Buchhandlung noch eine lebendige Lesung (eine  Kooperation der C.J Müller´s Buchhandlung, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Rotenburg, sowie der Ehrenamtskoordination des Diakonissen-Mutterhauses)  mit Gloria Boateng und ihrem Buch `Mein steiniger Weg´ erleben.

Der Impulsvortrag mit Dr. Dunja Manal Sabra „Zusammen leben – einander verstehen – Wege zu einem guten Miteinander von Einheimischen und Zugewanderten“,  der unter Einhaltung verschiedener Hygieneregeln im Mutterhaus mit dem Diakonischen Werk ROW stattfinden konnte, war für alle Teilnehmer eine große Bereicherung.

Auch die gemeinsame, wunderbare Wandertour `Haxloher Erde´ im Herbst – durch Wald und über Wiesen, vertiefte den Zusammenhalt und den Austausch unter den Ehrenamtlichen.

Rückblickend können wir sagen – dass wir trotz der Pandemie, aber dank unserer tatkräftigen Ehrenamtlichen, wieder viel unterstützen und auf den Weg bringen konnten!

Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen, hoffen auch im nächsten Jahr einiges gemeinsam bewegen zu können und wünschen friedliche, besinnliche und gesunde Weihnachtstage.

Mehr unter www.ehrenamt-rotenburg.de

Dieses Bild vom Rathaus am Pferdemarkt in Rotenburg (Wümme), wurde von Hussein Khalaf, der 2018 aus dem Irak nach Rotenburg gekommen ist, gemalt.