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„Versteh mich nicht zu schnell“ – erste gemeinsame Buchlesung des Diakonissen- Mutterhauses und der Buchhandlung C.J. Müller

Mehr als 20 Personen fanden sich heute Abend in der Buchhandlung C.J. Müller in der Goethestraße ein. Das Diakonissen-Mutterhaus und die Buchhandlung hatten zur ersten gemeinsamen Buchlesung eingeladen. Zu Gast war die Bremer Supervisorin und Autorin Katharina Witte mit ihrem Buch „Versteh mich nicht zu schnell“. Mehr als 2 Stunden lang lauschten die Zuhörer ganz gespannt Frau Witte, als sie immer wieder Auszüge aus dem Buch vorlas und dies dann mit ihren eigenen praktischen Erfahrungen aus der Supervision sowie aus der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten ergänzte.
Frau Mansfeld, Inhaberin der Buchhandlung: „Schön, dass das Thema Migration nun auch in meiner Buchhandlung angekommen ist. Dieses Thema begleitet mich schon mein ganzes Berufsleben lang und ich freue mich, dass es nun auch hier ankommt.“ Gekommen waren sowohl Flüchtlinge selbst als auch Ehrenamtliche, die sich in Rotenburg engagieren. Gleich zu Beginn fragte Frau  Witte nach den Motiven des Engagements und bekam direkt vielfältige Antworten: Integrationshilfe leisten, Vielfältigkeit der Menschen, neue Menschen kennenlernen, sich verantwortlich fühlen und deswegen sich zu engagieren …
Mit Blick auf das Ehrenamt betonte Frau Witte immer wieder, dass es wichtig sei in der Hektik des Alltags auch innezuhalten und Atem zu holen. Es braucht Nähe und Distanz in der ehrenamtlichen Arbeit. Dies lässt sich ausführlich in ihrem Buch nachlesen. Besonders ermutigte sie die Ehrenamtlichen dazu Fragen zu stellen. So ist auch der Titel ihres Buches zu verstehen. Wir meinen oftmals zu schnell zu verstehen und fragen nicht nach dem was wir noch nicht verstanden haben. Doch auch die Geflüchteten würden oftmals sagen, dass sie verstehen, obwohl sie es noch nicht verstanden haben. In diesem Sinne ist der Titel „Versteh mich nicht zu schnell“ für beide Seiten zu verstehen und in diesem Sinne im Alltag anzuwenden. Dazu braucht es Geduld, Zeit und die Mühe sich miteinander auseinanderzusetzen, auch wenn dieses Verstehen dann länger dauert.
Insgesamt lässt sich der Abend als ein Mix aus Sozialer Arbeit, Psychologie, Soziologie und vielen praktischen Beispielen aus dem Alltag ehrenamtlicher Arbeit zusammenfassen. Die
Zuhörer haben den Abend genutzt, um sich selbst zu reflektieren oder auch Nachfragen zu stellen.
Diese Buchlesung ist der Auftakt für eine Reihe von kommenden Buchlesungen, welche wieder in Kooperation zwischen dem Diakonissen-Mutterhaus und der Buchhandlung
stattfinden wird.

Mehr Informationen zum Ehrenamt finden Sie unter www.ehrenamt-rotenburg.de

Auf dem Bild:

von links nach rechts Cornelia Mansfeld (Inhaberin Buchhandlung C.J. Müller),
Martina Hoffstedt (Ehrenamtskoordinatorin im Diakonissen-Mutterhaus), Katharina Witte
(Autorin und Supervisorin)